Sie lebt in Flüssen und Bächen. Sie kommt in ganz Europa vor - in klaren kühlen, sauerstoffreichen Gewässern. Nur während der Laichzeit, von Oktober bis Januar veräßt sie ihr Revier, um kurze Strecken stromaufwärts in geeignete Laichplätze zu ziehen. Laichen bedeutet, dass die Weibchen Eier legen.
Das Weibchen schlägt hier mit seinem Schwanz eine gemütliche Grube in das Kiesbett des Gewässergrundes und legt seine Eier hinein. Sie werden vom Männchen mit Kies und Sand bedeckt, so dass kein Fressfeind die Kleinen findet. Die frisch geschlüpften Forellenlarven leben zunächst gut geschützt als ganz kleine Winzlinge, die irgendwie nicht wirklich Fischen ähneln, zwischen Steinen und Kies.
Eine Bachforelle die wir gefangen und kurz in einen Behälter getan haben, um sie euch zu zeigen
Ich kletterte einmal an einem sonnigen Herbsttag auf eine Weide, die tief über die Isar geneigt war und betrachtete den Fluss,
dort sah ich unsere Wasseramsel "Steinwächter" und einige Zaunkönige, Enten und Bachstelzen. Ich betrachtete sie eine Weile bis ich
endlich meinen Blick nach unten wendete. Im Strom erkannte ich zwei riesige unbewegliche Schatten, die ich zunächst für Äste hielt.
Doch sie waren nicht fest.
Ich sah genauer hin und dann sah ich es, ein riesiges Bachforellenweibchen schlug eine Legegrube in den
Kies und ich konnte einen kurzen Blick auf ihren wunderschönen Bauch werfen, der voller roter und schwarzer Flecken war. Neben ihr
schwamm das Männchen, das noch größer war.
Ich sage euch: ich habe noch nie eine so große Bachforelle gesehen. Meine Schwester und ich,
wir haben ja schon oft Forellen durch einen speziellen Fangtrick mit der Hand gefangen, doch ein so großes Exemplar war nie dabei gewesen.
Ich rief Hannerl herbei, mürrisch kam sie angetrottet und blickte ins Wasser, als die Forellen den Schatten sahen, den sie auf das Wasser
warf , waren sie blitzschnell verschwunden und meine Schwester glaubte mir nicht mehr, dass ich sie gesehen hatte.